Donnerstag 28.08.2008 ~17km zu Fuß
Der etwas längere und vergnügte Abend lies uns am Morgen etwas langsamer sein. Aber das war kein Problem, denn wir hatten es ja nicht eilig. Und da wir ja nun wussten, dass wir Kleingeld für die Bahn brauchen, versuchten wir auch gleich im Camp etwas zu tauschen – aber Pustekuchen… unfreundlich wie sie waren, meinten sie nur, sie hätten Nichts – so ein Humbug aber auch. Das Gleiche geschah dann nochmal in einem Geschäft. Diese Frau schickte uns dann aber immerhin zur Post, die uns dann ihr ganzen Kleingeld gab. Wohl doch Kleingeldmangel???
Nach diesem eher nervenaufreibenden Trara bekamen wir halb 11 die Zahnradbahn und begaben uns zur roten Route. Vorher versuchten wir jedoch noch herauszufinden, wie wir am günstigsten am Samstag nach Bratislava kommen. Dazu gingen wir in eine Touristinformation, die wohl doch nur für Nationalparkzwecke ausgelegt war – zumindest sagte uns das die weniger kompetente Dame am Schalter. Sie meinte, sie könne bei einer Busfirma anrufen und fragen, wann ein Bus fährt, dafür müssten wir jedoch bezahlen. Prinzipiell kein Problem, wäre sie netter gewesen und hätte sie alles gefragt, was wir hätten wissen wollen: zum Beispiel das wo und wieviel es kostet, aber sie hörte nicht und legte auf. Und als wir dann nur mit einem größeren Schein bezahlen konnten, legte sie auch sofort den Zettel mit den Fahrzeiten wieder weg – dieses Benehmen war wirklich eine Beschwerde wert! So fragten wir gleich noch bei der Bahn nach. Da es dort eine nettere Behandlung und eine bessere Auskunft gab, beschlossen wir einfach, für 402 Kronen pro Person (rund 13€) nach Bratislava zu fahren – immerhin ein netter Abschluss!
Aber nun wieder zum Eigentlichen: Westlich vorbei am Strbske Pleso liefen wir ein Stück der Route vom Vortag in die andere Richtung durch die Furkotska dolina. Am Abzweig zur blauen Route trennte sich eine von uns, da die Blasen noch immer nicht zum Laufen annimierten und es hölisch weh tat. Wir verabredeten uns dann für rund 16 Uhr in Strbske Pleso.
Wir anderen liefen weiter in Richtung Podbanske bis zum Abzweig „by vala Vazecka“, wo wir von der Roten auf die Grüne Route wechselten. Die gesamte Route liegt im Windwurfgebiet, nur vereinzelt liefen wir durch Waldstückchen und an sich waren wir perfekte Verbreiter des Weidenröschens
Einfach mal etwas anderes, als die Berge zu besteigen und auch mal eine nette Abwechslung.
Kurz nach diesem Abzweig fanden wir die größten wilden Himbeeren überhaupt, was zumindest zwei von uns dazu bewegete, sich geraume Zeit in den Sträuchern aufzuhalten. Aber ich muss zugeben, sie waren wirklich sehr sehr lecker und das von mir, wo ich sonst nicht so der Himbeerenfan bin. Auf Grün ging es ohne besondere Vorkommnisse zurück nach Strbske Pleso, wo es nochmals Langosch gab
Leider zeigt sich das Wetter nicht von seiner schönsten Seite und es sieht nach Regen aus. In der Hoffnung auf gutes Wetter für den nächsten Tag fahren wir zurück zum Campingplatz.
