Nachdem wir Freitag Abend nett zusammen gegessen hatte, verschlug es uns noch gegen Mitternacht in die Sauna. Was insgesamt dazu führte, dass die Nacht wieder einmal recht kurz war (aber ich hatte ja am Freitag Nachmittag ein wenig Schlaf der kurzen Nacht nachgeholt). Und da am Samstag sowieso nichts zu tun war, hatte es auch keine weiteren Folgen.
Jedoch bekam ich Samstag Mittag noch die Möglichkeit, alle Fischkäfige nach Fischen abzusuchen (leider haben wir nicht einen einzigen Fisch gefangen
) und die Wiesel zu füttern. Wiesel füttern ist echt krass, denn die bekommen kleine tote Kücken und davon sogar jeden Tag eins plus frischen Schnee zum Trinken. Also haben wir 31 kleine verschieden gefärbte Wiesel gefüttert und manche sind sogar rausgekommen und ich konnte sie ein wenig beobachten
Wirklich ‘cute’
Im Laufe des Tages beschloss ich dann am späten Nachmittag die Station zu verlassen und einen Bus nach Jyväskylä zu nehmen. Beim großen Abschluss essen bekamen wir nämlich alle eine Einladung zu einer Party von der Organisatorin der Winter School (nur leider war mir bis dahin nicht ganz bewusst, dass sie am Dienstag der Woche Geburtstag hatte *ups*). Sie holte mich dann am Busbahnhof ab gingen zu ihr. Dort blieb ich dann eine Stunde (was auch sehr lustig war) und traf mich nochmal mit einem anderen Teilnehmer des Kurses, der mir angeboten hatte, noch ein wenig von der Stadt zu zeigen. (Was ich natürlich nicht ablehnen konnte, immerhin wollte ich der Gastgeberin auch nicht die ganze Zeit auf dem Pelz hängen.)
So liefen wir nochmal zum höchsten Punkt der Stadt und sahen uns die Stadt von oben mit den ganzen Lichtern an – wirklich toll! (Und dabei dachte ich mir, dass ich das wohl auch nochmal in Jena tun sollte
– hoffe ich werde Begleitung haben…). Außerdem sind wir noch ein wenig auf dem Unigelände und durch die Stadt gelaufen, aber dann wurde es zu kalt und nahmen mit einem Kaffeehaus vorlieb. Dort bekam ich auch endlich einen ordentlichen Kaffee, nicht so eine komische Brühe wie auf der Forschungsstation. (Und zusätzlich gab es noch was total schockoladig-süßes, wovon ich aber den Namen vergessen habe.)
Eigentlich wollte ich dann zur Gastgeberin zurück, jedoch hatten die beschlossen noch in einen Club zu gehen (weil sie in ein Appartmenthaus gezogen sind, wo man nach Mitternacht keinen Krach mehr machen sollte). Leider hatte ich darauf gar keine Lust und so bekamen wir den Schlüssel und gingen zu zweit zu ihrer Wohnung. – Wirklich absolut krass, wie nett und zuvorkommend Finnen sind!!! (Nebenbei muss ich mich noch daran erinnern, dass ich ihr unbedingt etwas aus Deutschland nachträglich zum Geburtstag schicken möchte! – Memo an Gehirn!). Dort gab es noch was zu essen und wir unterhilten uns wirklich lange und irgendwann ging die Sonne auf und der See (auf den wir Aussicht hatte) erschien in schönen rötlichen Farben. Und dann wurde es Zeit auch endlich schlafen zu gehen.
Als ich dann gegen 11 Uhr aufwachte, sah ich draußen nur noch weiß und alles war total zugeschneit. Zu meinem Pech musste ich dann noch 2.5 km mit meinem nicht gerade leichtem Gepäck um den See herum zum Unigebäude laufen von wo aus der Transport zur zweiten Forschungsstation abfuhr. Ich kann euch sagen, dass war ein echt weiter Weg und es kam mir ewig vor. Und doch war ich auf die Minute genau pünktlich *lach*.
So müde wie ich war, konnte ich natürlich im Auto schlafen, aber hinterher tat mir wirklich alles weg. Auf der Station angekommen – die noch mehr im Nirgendwo zu liegen scheint, als die vorhergehende – sahen wir alle (also die anderen Teilnehmer, die noch mit mir den Transport genutzt haben) noch „Johnny English“ mit Mr. Bean und dann musste ich ins Bett.
