… eigentlich war ich sehr froh darüber, als ich endlich mit dem letzten Protokoll für Bern fertig war. Und natürlich war ich auch sehr stolz darauf. Immerhin war ist es auf Englisch und ich habe ein für mich neues Programm benutzt – was sollte man noch mehr dazu sagen…
Ca. eine Woche später bekam ich dann eine Mail mit meiner Note: eine 5 (im deutschen System eine 2). Es ist an sich in Ordnung, dass ich diese Note bekam, denn so der Überflieger in Sachen Molekularbiologie bzw. Genetik bin ich wirklich nicht. Anschließend an diese Mail erfragte ich eine Beurteilung. Das war der größte Fehler, den ich machen konnte. Neben halben Blosstellungen hörte sich der Text so an, als ob ich nicht ohne Hilfe hätte arbeiten können und dass ich andere elementare Dinge wie Quellenverweise nicht auf die Reihe bekomme bzw. Quellen falsch angewandt habe.
Zum Schluss bekam ich noch die Aussage an den Kopf geworfen, dass erwartet würde, dass man das gesamte Semester anwesend ist. (Weil ich ja eine Woche ungeplant nochmal in Jena war und anstatt nachzufragen, einfach nur gesagt habe, dass ich nicht da bin.) Es ist eine absolute Frechheit! Denn eigentlich gehen die Forschungspraktika nur vier Wochen in Bern, weil jeder normale Student zwei der Forschungspraktika machen muss. Und ich habe zwei Wochen vor Semesteranfang begonnen und war dann eigentlich jeden Tag im Labor. Warum muss ich mir sowas anhören?
Es ist sehr ärgerlich, am Ende noch so einen schlechten Eindruck von den Personen in dieser Forschungsgruppe zu bekommen. Vor allem, weil ich mir häufiger gedacht habe, dass es eigentlich zu viel Arbeit ist und überlegt habe, das Praktikum nicht einfach zu schmeißen. Und dann bekommt man sowas zurück… Aber jetzt lohnt es sich nicht, sich weiter darüber aufzuregen. Ärgerlich ist es und das nächste Mal werde ich meinem Gefühl einfach folgen…
