Wie in fast ganz Deutschland, war auch Jena heute größtenteils verregnet. Das veranlasste mich dazu, meine Pläne für heute nochmals zu überdenken und so blieb ich fast den ganzen Tag im Haus. Es war wohl auch die beste Entscheidung, die ich treffen konnte
So tat ich das, wozu mir die letzten Tage die Zeit fehlte. Seit Montag habe ich nämlich die Schlüssel für mein Zimmer, dass ich zur Zwischenmiete für die nächsten zwei Monate gemietet habe. Und so machte ich mich erstmal auf zum Putzen. Dann kramte ich meine ganzen Sachen unter dem Bett meines Freundes vor, um sie dann ein Stockwerk tiefer zu befördern. Nachdem das vollbracht war, ging es ans Auspacken. Da es aber nicht allzu viele Sachen sind (alle die ich mit in Bern hatte), dauerte es noch nicht mal eine Stunde. Nun habe ich also, falls notwendig, noch einen anderen Platz zum Arbeiten
Aber schlafen möchte ich doch bitte noch mit im großen Bett meines Freundes *hihi*
Die körperliche Anstrengung machte mich letztendlich so müde, dass ich mich noch ein paar Stündchen aufs Ohr legte. Als ich dann aufwachte, hatte es doch tatsächlich mit Regnen aufgehört. Wahnsinn! Dann ging es aber erstmal dran, ein wenig organisatorische Dinge zu erledigen, bevor ich kurz vor acht Uhr mit dem Rad in die Stadt fuhr.
Dort traf ich mich zu einer Freundin an dem Eiscafè for dem Theaterplatz. Heute spielte nämlich Bela B. von den Ärzten. Leider habe ich es zu spät mitbekommen und so blieb nur noch die Möglichkeit von außen dran teilzunehmen. Er machte auch wirklich sehr gute Musik – wie eigentlich nicht anders zu erwarten war… Irgendwann fing es jedoch mit Regnen an – welch ein Wunder… Da wir draußen saßen, kam auch ganz schön Panik auf, da der Regen doch recht stark war. Daraufhin machten wir uns dann auch auf den Heimweg, da es spät genug und der Auftritt vorbei war.
Zu dem Eiscafè ist noch zu sagen, dass ich nie wieder hingehen werde. Zum einen waren die Kellner wirklich unfreundlich und drängten einen die ganze Zeit, so schnell wie möglich zu bestellen und machten einen dumm an, wenn man etwas länger zum Überlegen brauchte. Und als jemand aus dem Regen mit einer nassen Jacke ins Lokal wollte, verwehrten sie der Frau den Eintritt auf unerhört unfreundliche Weise. Und das nur, weil sie eine nasse Jacke hatte. Wo kommen wir denn hier hin? Also, wer Eisessen will, dem kann man auch die Milchbar in der Johannesstr. empfehlen
Die sind wenigstens nett und das Eis schmeckt darüber hinaus auch noch!
So, nach dieser Erfahrung fuhr ich dann mal wieder im Regen den Berg zum Wohnehim hoch. Wieder war ich pitsche nass *lach*. Und als ich gerade in die Nachrichten schaute, musste ich sehen, dass es uns in Jena noch gut geht, denn wirklich Hochwassegefahr haben wir hier mit der Saale nicht (zumindest soweit ich weiß). Darüber hinaus kamen auch Überschwemmungsnachrichten aus Bern. Es ist schon ein sonderbares Gefühl, wenn man weiß, dass man da nicht vor allzu langer Zeit einmal selbst stand… Aber wir hoffen einfach mal, dass sich das Wetter bald wieder beruhigt und die Flüsse ihre normalen Pegelstände bald wieder erreichen werden.
