Das letzte Buch, was ich gelesen habe, war die „Geisha„. Es handelt von einem kleinen Mädchen aus einem Fischerdorf, dass mit ihrer Schwester zusammen an eine Okiya in einer Großstadt Japans verkauft wird. Die beiden werden sofort nach der Ankunft getrennt und es beginnt eine faszinierende Geschichte über das Aufwachsen eines Mädchens zur Geisha mit all ihren Tücken und hinterlistigen Spielchen.
Eine (erdachte) Lebensgeschichte, die einen in die Gefühls- und Gedankenwelt eines jungen Mädchens eintauchen lässt. Hinreisend, wenn man den starken Willen zum Durchhalten an einem seidenen Faden hängen sieht und kurz bevor alles in sich zusammen Bricht, kommt doch noch die Wende – oder auch der Krieg, der das aufgebaute Leben, sowie das angestrebete Lebensziel über die Jahre mehr und mehr verblassen lässt…
Mitfühlend geschrieben und sehr empfehlenswert…
Da ich jedoch wissen wollte, wie man diese Thematik und den Inhalt in einem Film umsetzt, habe ich mich dazu entschlossen, mir den Film einmal anzusehen. Und ich muss wirklich sagen, dass ich sehr entäuscht bin. Ich bin davon überzeugt, dass ich nie die Zusammenhänge hätte erschließen können, wenn ich das Buch nicht gelesen hätte. Außerdem fehlt eine Vielzahl an Passagen, die ich für wichtig empfunden hab – wofür aber anscheinden die Zeit nicht mehr gereicht hat. Wirklich sehr schade, weil der Film nicht annähernd an die schrieftliche Version ran kommt.
Zusammenfassend wollte ich damit nur sagen, dass die Menschen, die den Film gesehen haben, wohl noch das Buch lesen sollten, damit sie die wahre Brillianz, die darin zu Tage kommt, erfassen können. Leider wurde wieder einmal bestätigt, dass es für Filme sehr schwer ist, die Thematiken kompakt und gleichzeitig sinngemäß zu übermitteln…
Bild von Rafa-3R (cc-by-sa-2.0)
