Und wieder bin ich weg – diesmal zwar nicht auf einem anderen Kontinent, aber zur Abwechslung dafür mal in einem anderen Bundesland: von Thüringen nach Niedersachsen… Immerhin fährt man 2 Stunden und 13 Minuten mit dem Regionalexpress und es werden um die 200 km zurück gelegt (was wohl soviel bedeutet, dass man nicht einfach mal kurz zum Mensamittagessen vorbei hüpfen kann – naja, auch hier die Studenten müssen irgendwo ihr Essen fassen und wenn die Gerüchte stimmen, dann sogar Abends).
Die letzte Woche verbrachte ich kränklicher Weise auf dem Sofa im Familienhaus einer Freundin. Es war auch sehr komfortabell: ich hatte ein eigenes Zimmer, hätte soviele DVDs schauen können, wie ich wollte und kleine Schmusetiger waren ganz entzückt, wenn man sie stundenlang gestreichelt hat. Was will man also mehr
Das einzige Problem lag eigentlich darin, dass man von der Stadt aus 20 Minuten den Berg hochlaufen musste… Faulheit lässt grüßen (wobei ich die gute Entschuldigung des Krankseins hatte, um jeden Weg, den ich nicht gelaufen bin, zu rechtfertigen).
Am Samstag packte ich dann nach einer stressigen Woche am MPI und Proben zermörsern nochmals meine Sachen, um die letzte Hürde nach Göttingen auf mich zu nehmen. Mit einem großen Rucksack, einer Sporttasche und meinem Velo (das von einem kleinen Heinzellfräuchen kurz vorher geflickt wurde – danke schön!) ging es dann im RE direkt in die traditionelle Universitätsstadt Niedersachsens. Zur Begrüßung regnete es gleich noch, so dass ich 20 Minuten nach Ankunft in Göttingen mit nassen Füßen, sonst aber recht trocken, die Tür zu meinem zwei-monatigen-zuhause aufschloss.
Anstatt meiner neuen Mitbewohnering wurde ich von einem lieben Zettel begrüßt, der mir erzählte, dass ich bis Sonntagabend die Wohnung für mich habe und dass die Waschmaschine kaputt sei (oh welch ein Jammer). Nach einem aufwärmenden Tee gings nochmal los ins nahe gelegene Einkaufszentrum, wobei Aldi und Bioladen in Unmittelbarer Nähe liegen – welch Ironie
Und dann… setzte ich mich mit einer Schüsselsalat und einem Kräuterbaguette vor den Fernseher(!!! seit drei Jahren Entzug). Nur dummer Weise konnte ich keinen schönen Samstagabendfilm genießen – es kam nählich Nichts *lach* So wurde es dann doch mein Buch in einem schönen Lesestuhl – also prinzipielle alles perfekt.
Der Sonntag fing spät und vorallem ruhig an. Und nach einem leckeren Müsli-Frühstück freuten sich meine Sachen auch endlich auf ihren Platz im Kleiderschrank. Am Nachmittag unternahm ich einen kleinen Ausflug nach Nickolausberg, aber es war so kalt, dass ich mich bald schnell wieder auf den Heimweg machte. Am Abend kam dann auch meine Mitbewohnering nach Hause. Wie sie mir erzählte, hatte sie einen schönen Tag in Jena, Apolda und Weimar – das vertraute Überall und immer
Wie klein ist doch die Welt
… und morgen geht’s dann los mit Arbeiten – mal sehen, was da auf mich wartet und wie die Leute so sind – ich muss ja zugegben, dass ich zumindest etwas aufgeregt bin und hoffe, dass ich trotzdem gut schlafen kann (trotz Vollmond
)
und so fuhren wir rund vier Stunden in einem 6er Abteil im IC in Richtung Landeshauptstadt.